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Ollama auf einem Synology-NAS: ein LLM auf dem Server familial

Direkte Antwort

Ja, in der Praxis auf x86-NAS-Systemen (Intel Celeron oder AMD Ryzen), deren RAM erweitert werden kann: Die ARM-Einstiegsmodelle verfügen nur über 1 bis 2 GB Speicher. Planen Sie für ein 7B-Modell in Q4 6 bis 8 GB freien RAM zusätzlich zum Speicherbedarf von DSM ein. Es gibt kein offizielles Ollama-Paket: Nutzen Sie Container Manager (DSM 7.2+) und das Image ollama/ollama.

Ein Synology-NAS kann ein echtes lokales LLM hosten, das im gesamten Heim- oder Unternehmensnetzwerk erreichbar ist, ohne von einem Cloud-Dienst abhängig zu sein. Doch nicht jede Konfiguration eignet sich dafür: Der Prozessor, der verfügbare Arbeitsspeicher und die Art, wie der Dienst im Netzwerk zugänglich gemacht wird, entscheiden darüber, ob ein brauchbares Werkzeug entsteht oder eine Enttäuschung. Hier erfahren Sie, was Sie vor der Installation prüfen müssen und was Sie bei einem Betrieb ausschließlich auf der CPU erwarten können.

Von Mohamed Meguedmi·Aktualisierung 2026-09-28·Unter Windows, macOS und Linux getestet

#Welche Synology-NAS-Modelle sind mit Ollama kompatibel

Der Arbeitsspeicher ist das Erste, was Sie vor einem Kauf oder einem Installationsversuch prüfen sollten. Ollama veröffentlicht Linux-Versionen sowohl für x86-64 als auch für ARM64: Der ARM-Prozessor ist also nicht das eigentliche Hindernis. Synology-NAS-Einstiegsmodelle mit einem ARM-Prozessor von Realtek verfügen laut den technischen Daten von Synology dagegen nur über 1 GB (DS124, DS223j) oder 2 GB (DS223) Arbeitsspeicher, während ein in Q4 quantisiertes 7B-Modell allein etwa 5 GB groß ist. Die x86-Modelle (Intel Celeron oder AMD Ryzen, in der Regel die „Plus“-Serien) sind die realistische Wahl, da sich ihr Arbeitsspeicher erweitern lässt.

In der Praxis eignen sich die Serien „Plus“ und höher, die mit einem Intel Celeron oder einem AMD Ryzen ausgestattet sind. Bevor Sie etwas installieren, prüfen Sie die genauen technischen Daten Ihres Modells: Der Name der Serie (Plus) ist ein Hinweis, allein aber keine Garantie.

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Vor dem Kauf eines NAS für Ollama prüfen
Mit 1 oder 2 GB Arbeitsspeicher kann ein ARM-NAS der Einstiegsklasse kein brauchbares Modell laden, selbst kein kleines. Prüfen Sie im Synology-Datenblatt den installierten und den maximalen Arbeitsspeicher, bevor Sie etwas speziell für dieses Projekt kaufen.

#Wie viel RAM sollte für einen realistischen Einsatz bereitgestellt werden?

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Der RAM-Bedarf hängt vom geladenen Modell, der Quantisierung, der Kontextlänge und der Anzahl gleichzeitiger Benutzer ab; außerdem muss genügend Spielraum für DSM und die anderen parallel laufenden Pakete bleiben. Ein 7B-Modell in Q4 belegt etwa 5 GB für seine Gewichte, hinzu kommen der Kontext und die Prozesse: Rechnen Sie mit 6 bis 8 GB freiem RAM. Auf einem NAS mit insgesamt 8 GB bleibt nach Berücksichtigung von DSM und Container Manager nur sehr wenig Spielraum; 16 GB ermöglichen einen komfortablen Betrieb.

Ab Werk verbauter RAM einiger kompatibler x86-Synology-Modelle
ModellCPURAM ab WerkMaximaler Arbeitsspeicher
DS225+ / DS425+Intel Celeron J41252 GB DDR46 GB
DS725+AMD Ryzen R1600 (2 Kerne)4 GB DDR4 ECC32 GB
DS925+AMD Ryzen V1500B (4 Kerne)4 GB DDR4 ECC32 GB
DS1525+ / DS1825+AMD Ryzen V1500B (4 Kerne)8 GB DDR4 ECC32 GB

Die DS225+ und DS425+ werden ab Werk mit nur 2 GB RAM geliefert: Das ist für ein nutzbares LLM bei Weitem zu wenig, selbst für ein kleines Modell. Bei diesen Geräten ist eine Speicheraufrüstung vor jeder Installation von Ollama unerlässlich.

#Welche Synology-Modelle zuerst in Betracht ziehen?

Die Modelle mit einem Ryzen-Prozessor (DS725+, DS925+, DS1525+, DS1825+) bieten auf bis zu 32 GB erweiterbaren Arbeitsspeicher und eine CPU, die sich besser für Berechnungen eignet als die Celeron-Prozessoren der Reihen DS225+/DS425+. Für einen ernsthaften LLM-Einsatz sollten Sie diese Reihen ins Auge fassen und den Arbeitsspeicher auf die maximal unterstützte Kapazität aufrüsten, statt bei der ursprünglichen Ausstattung zu bleiben.

#Ollama über Container Manager installieren

Synology bietet Ollama nicht als offizielles Paket im Paket-Zentrum an: Sie müssen Container Manager verwenden, der seit DSM 7.2 das alte Docker-Paket ersetzt (unter DSM 7.0 und 7.1 ist weiterhin das alte Docker-Paket verfügbar).

  1. 01
    Die DSM-Version prüfen
    Container Manager erfordert DSM 7.2 oder höher. Bei einer früheren Version muss das alte Docker-Paket verwendet werden, mit einer anderen Benutzeroberfläche.
  2. 02
    Container Manager öffnen und nach dem offiziellen Image suchen
    Aus dem Hauptmenü von DSM den Container Manager öffnen, zu Registrierung wechseln, ollama/ollama suchen, das offizielle Image auswählen und auf Herunterladen klicken.
  3. 03
    Port konfigurieren und Container starten
    Den Containerport (bei Ollama standardmäßig 11434) auf einen Port in einem hohen Portbereich des Hosts abbilden, etwa im für diesen Diensttyp empfohlenen Bereich 8000–9000, statt die Standardports von DSM zu ändern.
  4. 04
    Ein erstes Modell herunterladen, das zum verfügbaren RAM passt
    Nach dem Start des Containers eine Verbindung über die Kommandozeile oder die Benutzeroberfläche herstellen und ein Modell herunterladen, dessen Größe zum tatsächlich verfügbaren freien Arbeitsspeicher des NAS passt, nicht zum insgesamt installierten Arbeitsspeicher.

#Eine Benutzeroberfläche hinzufügen: Open WebUI mit Docker Compose

Ollama allein bietet nur eine API und eine Kommandozeile, keine Chatoberfläche: Für eine Nutzung ähnlich wie bei ChatGPT braucht es eine zweite Software, die an Ollama angebunden ist. Die empfohlene Methode besteht darin, Ollama und Open WebUI als zwei separate Docker-Container auf demselben NAS bereitzustellen und anschließend ein Modell herunterzuladen, das zum tatsächlich verfügbaren RAM passt, statt das leistungsfähigste Modell aus dem Internet zu wählen — für die Modellwahl gelten weiterhin dieselben oben beschriebenen Speicherbeschränkungen wie für Ollama allein. Seit DSM 7.2 bietet Container Manager die Registerkarte „Projet“, über die sich eine docker-compose.yml-Datei direkt ausführen lässt, ohne SSH zu verwenden oder einen Befehl in ein Terminal einzugeben. Dadurch ähnelt die Nutzung auf einem Synology-NAS stärker der auf einem klassischen Linux-Server, während die Steuerung weiterhin über die grafische DSM-Oberfläche erfolgt.

  1. 01
    Projektverzeichnis erstellen
    In File Station einen eigenen Ordner erstellen, beispielsweise /volume1/docker/openwebui, in dem die Datei docker-compose.yml des Projekts abgelegt wird; diesen Ordner von dem für die alleinige Installation von Ollama verwendeten Ordner getrennt halten, damit die Konfigurationen der beiden Container nicht vermischt werden.
  2. 02
    Die Datei docker-compose.yml erstellen
    Zwei Dienste deklarieren: ollama (die bereits im vorherigen Schritt installierte oder hier erneut integrierte API) und open-webui, das über die interne URL von Ollama mit diesem verbunden ist, wobei Port 3000 auf dem Host für die Weboberfläche freigegeben wird.
  3. 03
    Das Projekt über Container Manager starten
    Ein neues Projekt im Container Manager erstellen, diesen Ordner als Projektordner auswählen und anschließend bereitstellen: Der zugrunde liegende Befehl entspricht docker compose up -d und startet beide Container gemeinsam in der durch ihre Abhängigkeiten vorgegebenen Reihenfolge.
  4. 04
    Die Benutzeroberfläche öffnen und das Administratorkonto erstellen
    Sobald die Container gestartet sind, die IP-Adresse des NAS mit dem angehängten Port 3000 in einem Browser im lokalen Netzwerk öffnen, beim ersten Zugriff das Administratorkonto erstellen und anschließend direkt in der Benutzeroberfläche ein Modell von Ollama herunterladen.
→
Von Anfang an die richtigen Erwartungen setzen, bevor irgendetwas installiert wird
Für einen Einsatz ohne Echtzeitanforderung — eine Frage stellen und 30 bis 60 Sekunden auf die vollständige Antwort warten — bleibt die reine CPU-Inferenz auf einem NAS mit Celeron-Prozessor funktionsfähig. Für einen interaktiven Einsatz, bei dem Antworten nach und nach ohne spürbare Wartezeit angezeigt werden, ist eine GPU oder dedizierte Inferenzhardware erforderlich. Beides bietet ein Synology-NAS nicht.

#Realistische Erwartungen bei reinem CPU-Betrieb

Auf einem Synology-NAS läuft Ollama ausschließlich auf der CPU: Diese Geräte verfügen über keine dedizierte GPU, die sich dafür nutzen ließe. Der tatsächliche Durchsatz muss mit dem vorgesehenen Modell und unter der vorgesehenen Last gemessen werden, da er je nach Kontextlänge, Ollama-Version und gleichzeitiger Aktivität auf dem NAS (Sicherungen, Indexierung, andere Pakete) variiert. Als grob beobachtete Größenordnung für längere Textgenerierung gelten etwa 5 Tokens pro Sekunde – für eine asynchrone Nutzung (Zusammenfassungen, Verarbeitung im Hintergrund) mehr als ausreichend, für anspruchsvolle Gespräche in Echtzeit dagegen eher knapp.

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Was ein Synology-NAS gut macht
Eine asynchrone Nutzung – Dokumente zusammenfassen, Informationen extrahieren, durch ein Skript ausgelöste Automatisierungen – kommt mit einem geringen Durchsatz gut zurecht. Eine schnelle interaktive Unterhaltung deutlich weniger.

#Netzwerksicherheit: Ollama nicht im Internet exponieren

Ein NAS enthält in der Regel sämtliche persönlichen oder beruflichen Dateien eines Haushalts oder einer kleinen Organisation: Es ist ein Gerät, das vorrangig geschützt werden sollte, statt es aus Bequemlichkeit öffentlich zugänglich zu machen. Wer einen DSM-Port oder einen Container-Port direkt ins Internet weiterleitet, setzt ein Gerät mit all seinen Dateien unmittelbar automatisierten Scans aus. Synology-NAS-Geräte wurden aus genau diesem Grund bereits zum Ziel von Ransomware-Kampagnen.

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Einfache Regel
Sorgen Sie dafür, dass Ollama nur im lokalen Netzwerk (LAN) oder über ein VPN zu Ihrem eigenen Netzwerk erreichbar ist. Richten Sie in der Konfiguration des Routers oder von DSM niemals eine Weiterleitung des Containerports ins Internet ein.

#Im Vergleich zu einem Docker-Deployment für den Produktivbetrieb

Dieser Leitfaden beschreibt eine einfache Installation mit einem einzigen Container auf einem NAS für zu Hause oder für eine kleine Organisation. Für einen Produktionsstack mit HTTPS-Reverse-Proxy, eigener Weboberfläche, vektorbasiertem RAG und Monitoring ist das Vorgehen anders und der Betrieb aufwendiger: Dies behandelt der Docker-Compose-Leitfaden für den Produktionsbetrieb auf dieser Website, der eher für einen dedizierten Linux-Server als für ein NAS gedacht ist.

#Für wen dieser Aufbau sinnvoll ist

Ollama auf einem Synology-NAS eignet sich für alle, die bereits ein x86-NAS zur Datenspeicherung betreiben und es zusätzlich für leichte, asynchrone KI-Aufgaben nutzen möchten, die im gesamten lokalen Netzwerk zugänglich sind: Dokumente zusammenfassen, die in einem freigegebenen Ordner abgelegt wurden, Informationen aus archivierten E-Mails extrahieren oder als Baustein für die Hausautomatisierung dienen. Es ist nicht die richtige Wahl, wenn das Ziel flüssige und schnelle Gespräche im Alltag sind oder wenn das NAS bereits als primäres Sicherungssystem dient und nicht genügend freien Arbeitsspeicher für ein LLM hat, ohne eine Verlangsamung seiner üblichen Aufgaben zu riskieren.

Sie besitzen bereits ein x86-NAS der Plus-Serie mit freiem Arbeitsspeicher
Das ist das wirtschaftlichste Szenario: Sie müssen keine zusätzliche Hardware kaufen, sondern gegebenenfalls nur den Arbeitsspeicher aufrüsten und einen Container konfigurieren.
Sie suchen ein Gespräch mit sofortigen Antworten wie bei ChatGPT
Allein mit seiner CPU bleibt ein NAS langsam im Vergleich zu einer dedizierten GPU oder einem modernen Chip mit gemeinsamem Arbeitsspeicher; bevorzugen Sie für diesen Zweck daher einen Mini-PC oder einen Rechner mit GPU.
Das NAS speichert bereits kritische Backups
Prüfen Sie den verfügbaren RAM und die CPU-Belastung vor dem Hinzufügen von Ollama: Ein schlecht dimensionierter Dienst kann die bestehenden Sicherungsaufgaben verlangsamen.
Häufig gestellte Fragen
Können alle Synology-NAS-Systeme Ollama ausführen?+
In der Praxis nicht. Ollama gibt es sowohl für x86-64 als auch für ARM64, aber Einsteiger-NAS mit ARM-Prozessoren von Realtek verfügen nur über 1 GB (DS124, DS223j) oder 2 GB (DS223) Arbeitsspeicher, zu wenig, um ein Modell zu laden. Realistisch geeignet sind NAS-Modelle mit x86-64-Prozessoren (Intel Celeron oder AMD Ryzen, in der Regel die Serien „Plus“ und höher), deren Arbeitsspeicher sich erweitern lässt.
Wie viel RAM benötigt ein Synology-NAS für Ollama?+
Rechnen Sie für ein 7B-Modell in Q4 mit 6 bis 8 GB freiem RAM (etwa 5 GB für die Modellgewichte plus den Kontext), zusätzlich zum Verbrauch von DSM und den anderen aktiven Paketen — der genaue Bedarf hängt von der Quantisierung, der Kontextlänge und der Anzahl gleichzeitiger Nutzer ab. Bei den Modellen, die ab Werk mit nur 2 GB ausgeliefert werden (DS225+, DS425+), ist vor jeder Installation zwingend eine Speicheraufrüstung erforderlich.
Gibt es ein offizielles Ollama-Paket im Synology-Paketzentrum?+
Nein, und das wird sich wahrscheinlich nicht ändern: Aus Sicht von Synology bleibt Ollama eine Drittanbietersoftware. Sie müssen Container Manager (DSM 7.2 oder höher) verwenden. Dieser hat das frühere Docker-Paket ersetzt und bietet auch die Registerkarte „Projekt“, über die Sie eine docker-compose.yml-Datei direkt in der Oberfläche ohne SSH ausführen können. Anschließend laden Sie das offizielle Image ollama/ollama aus der Registry des Container-Managers herunter.
Welche Geschwindigkeit kann man von Ollama auf einem Synology-NAS erwarten?+
Das NAS arbeitet ausschließlich mit der CPU, ohne dedizierte GPU. Die Generierungsrate hängt stark vom Modell, vom Kontext und von der Auslastung des NAS ab; bei längeren Generierungen liegt ein beobachteter grober Richtwert bei etwa 5 Tokens pro Sekunde. Das ist für eine asynchrone Nutzung (Zusammenfassung, Hintergrundaufgabe) angemessen. Rein CPU-basierte Inferenz auf einem NAS mit Celeron ist jedoch eher dafür gedacht, 30 bis 60 Sekunden auf eine vollständige Antwort zu warten, als für ein Gespräch, bei dem die Antwort nach und nach angezeigt wird.
Ist es sicher, Ollama über das Internet zugänglich zu machen?+
Nein. Ein NAS enthält oft sämtliche privaten oder beruflichen Dateien; eine Portweiterleitung für einen DSM-Port oder einen Container-Port ins Internet setzt es unmittelbar automatisierten Scans aus. Synology-NAS-Systeme wurden bereits aus genau diesem Grund zum Ziel von Ransomware-Kampagnen. Beschränken Sie den Zugriff auf das lokale Netzwerk oder eine VPN-Verbindung zu Ihrem eigenen Netzwerk.
Wie lässt sich Ollama auf einem Synology-NAS um eine Chat-Oberfläche im Stil von ChatGPT erweitern?+
Durch das Bereitstellen von Open WebUI als zweiten Container, der mit Ollama verbunden ist, über eine docker-compose.yml-Datei, die beispielsweise in /volume1/docker/openwebui abgelegt und über den Tab Projekt in Container Manager (DSM 7.2+) gestartet wird, ohne dass eine SSH-Sitzung geöffnet werden muss. Die Oberfläche ist anschließend auf Port 3000 von jedem Gerät im lokalen Netzwerk aus zugänglich, wobei ein Administratorkonto beim allerersten Zugriff erstellt wird.
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